Ägypten 2005

Im Februar 2005 haben wir eine Woche lang eine Nilkreuzfahrt unternommen.

Obwohl die gesamte Reise etwas anders geplant war (siehe Tipp), erinnern wir uns sehr gerne an die phantastischen Eindrücke dieser wunderschönen Reise und lassen Euch gerne daran teilhaben.

Wir hoffen sehr, dass sich die politische Lage in diesem beeindruckenden Land baldmöglichst stabilisiert und die Menschen dort in Frieden miteinander leben können. Wir kommen dann gerne noch einmal nach Ägypten.

Unsere Route führte – wie bei fast allen Nilkreuzfahrten – von Luxor nach Assuan und wieder zurück nach Luxor.

Der Karnak Tempel

Wir starten mit der Führung durch den Karnak-Tempel, der durch seinen Säulensaal (es gibt deren 134 dort) berühmt ist. Der Karnak-Tempel ist ein Sonnentempel, d.h. er ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Ursprünglich gab es eine direkte Verbindung durch eine „Strasse“ zum Luxor-Tempel, der aufgrund seiner Nord-Süd-Ausrichtung zu den Sternentempeln zählt, doch dazu später. Die Ausmaße sind riesig, vor allem wenn man bedenkt welche primitiven Mittel den Erbauern zu dieser Zeit zur Verfügung standen. Präzise gearbeitete Hochreliefs hinterlassen einen ebenso starken Eindruck wie die genannten Säulen, vor denen man sich winzig vorkommt. Auch die Statue RamsesII, bei der dessen Lieblingsfrau Nofretari zwischen seinen Beinen stehend dargestellt ist, besticht durch Schönheit und Präzision. Durch die Allee der Widder machen wir uns auf den Rückweg zum Schiff.

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Der Edfu oder Horus Tempel

Der Weg soll uns heute bis nach Edfu führen, was bedeutet, dass die Fahrt fast den ganzen Tag dauern wird. Aber das Dahingleiten auf dem Nil an sich ist ebenso ein Erlebnis wie das Durchfahren der Schleuse von Esna. Die ist ein echter Engpass, an dem es häufiger zu nicht eben geringen Wartezeiten kommt. Aber wir haben Glück und wurden relativ zügig die 6m angehoben und schließlich ankern wir für die Nacht in Edfu.

Den dortigen Horus-Tempel sehen wir uns am nächsten morgen an. Besonders bekannt ist der riesige Eingang zu diesem Tempel, in dem die Gestalt des Gottes Horus immer wieder in Form eines Falken dargestellt ist. Dieser Tempel ist aus der ptolymäischen Zeit, also mit ca. 2000 Jahren relativ jung und gilt als der best erhaltene Tempel Ägyptens. Dennoch wurden viele Reliefs von Christen und Muslimen im Laufe der Zeit ausgemeißelt, da diese die Verehrung der vielen Götter durch die alten Ägypter als heidnisch ansahen und daher bekämpften.

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Der Kom-Ombo Tempel

Zurück auf dem Schiff führt uns die Reise auf dem wohl schönsten Teil der Kreuzfahrt zum Doppeltempel von Kom Ombo. Hier ist besonders die Verehrung der Krokodile hervorzuheben, die dort vor dem Bau des Assuan-Staudamms zahlreich lebten und sogar balsamiert wurden. Zwei dieser so erhaltenen Exemplare sind dort ausgestellt.

Außerdem kann man hier auch sehr schön medizinische Geräte erkennen, die darauf schließen lassen, dass dieser Tempel auch als Krankenhaus genutzt wurde.

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Land und Leute

Am frühen Abend erfahren wir auf dem Schiff einiges über „Land und Leute“ – hierzu nur ein paar Stichpunkte: Ägypten ist mit 1 Mio. km² das zweitgrößte arabische Land, wobei jedoch 94% der Fläche Wüste sind. Das bedeutet, dass 75 Mio. Ägypter von 6% der Fläche des Landes leben, was zu zahlreichen Projekten zur Kultivierung der Wüste führt. Wie bei uns besteht in Ägypten Schulpflicht für Kinder ab 6 Jahren und diese wird seit 1952 auch streng kontrolliert. Bereits ab der ersten Klasse wird in den staatlichen Schulen eine Fremdsprache (meist Englisch) unterrichtet, ab der 6. Klasse dann eine zweite Fremdsprache. Das erklärt vielleicht auch die hervorragenden Sprachkenntnisse unserer Reiseleiter, zumal die weitere Ausbildung sehr stark leistungsorientiert ist.

Am Abend legen wir dann in Assuan an.

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